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In der Mid-Career-Crisis?

In der Mid-Career-Crisis?

Man steht schon viele Jahre mitten im (Job-)Leben – und dann beginnt man, die eigene Karriere zunehmend kritischer zu betrachten. Unzufriedenheit macht sich breit, und man hinterfragt zunehmend den Sinn des beruflichen Tuns. Ist das die Mid-Career-Crisis, über die seit einer Weile so viel geschrieben wird, das berufliche Gegenstück zur „klassischen“ Midlife-Crisis?

Manche Menschen zweifeln schon seit ihrem Eintritt in die Arbeitswelt an ihrer Berufswahl – bis sie es eines Tages einfach nicht mehr aushalten. Sie sind vielleicht den Weg des kleinsten Widerstands gegangen, haben sich für eine Ausbildung oder ein Studium entschieden, weil es vernünftig oder sicher schien. Oder weil die Eltern dazu rieten. Und darüber haben sie sich nie gefragt, was sie wirklich tun wollen.

Andere Menschen waren dagegen lange mit ihrem Job zufrieden, haben viel erreicht, Karriere, Geld und Status – aber dann wächst die Gewissheit, dass es so nicht weitergeht. Manchmal werde ich gefragt, wie man sich motivieren kann, um wieder Spaß an der Arbeit zu haben. Schließlich war der Job doch so lange völlig okay.

Was viele aber nicht berücksichtigen: Unsere Interessen und Werte verändern sich im Laufe unseres Lebens. Was wir mit Anfang 20 spannend und interessant finden, verliert später höchstwahrscheinlich seine Attraktivität. Und das ist auch gut so! Denn wäre es nicht schräg, wenn wir mit 50 noch genauso denken wie mit 20?

Ich mache die Erfahrung, dass jüngere Menschen oft danach streben, sich beruflich zu etablieren, Geld zu verdienen, aufzusteigen und an Status zu gewinnen. Zwischen 30 und 40 haben die meisten aber schon viel davon erreicht und umgesetzt. Jetzt geht es zunehmend darum, dass die Arbeit auch sinnvoll und  erfüllend sein soll.

Die große Frage lautet dann: Auf welches Berufsleben möchte ich zurückblicken, später, wenn ich 70 oder 80 bin? Was wird mich dann stolz und zufrieden machen? Dafür reichen die alten Antworten und Ziele nicht mehr. Man mag sich zum Beispiel nicht mehr allein an Geld, Anerkennung und Erfolg orientieren. Oder die Branche und die Produkte, für die man sich schon so lange einsetzt, interessiert einen – wenn man ehrlich mit sich ist – nicht mehr die Bohne…

Mid-Career-Crisis

Dann wird die Frage, was man wirklich tun will, immer drängender. Aber gute Antworten lassen sich so schnell nicht finden. Die Mid-Career-Crisis ist bei den meisten Menschen in erster Linie eine Sinnkrise. 

Je länger man versucht, konstruktive Sinnfragen zu verdrängen, desto größer ist die Gefahr, dass man in eine echte Krise schlittert – sich niedergeschlagen bis depressiv und resigniert fühlt, den Antrieb verliert und womöglich unter Schlafproblemen und psychogenen Krankheiten leidet.

Anstatt sich aber genug Zeit zu nehmen, um sich mit den eigenen Wünschen auseinander zu setzen, neue Optionen zu entwickeln und sich erst dann zu entscheiden, wohin die Reise gehen soll, verfallen manche Menschen in Aktionismus. Sie meinen, sofort eine Lösung zu brauchen, setzen sich gewaltig unter Druck und kommen womöglich zu dem Schluss, dass es für sie keine Alternativen gibt. Oder verschicken wahllos Bewerbungen und kommen so wahrscheinlich nur vom Regen in die Traufe.

Dabei ist eine Mid-Career-Crisis ein ganz normales Phänomen der persönlichen Reifung und Entwicklung. Sie wird nur dann zur destruktiven Krise, wenn man sich ihr nicht stellt. Wie man konstruktiv mit den Symptomen einer Mid-Career-Crisis umgeht, ist in den letzten Jahren ein immer häufigeres Coaching-Thema geworden. Daher habe ich mich damit auch in meinem Buch Kopf aus dem Sand! beschäftigt.

Mehr zur Mid-Career-Crisis lesen bei Businessinsider und  Capital.

Man steht schon viele Jahre mitten im (Job-)Leben – und dann beginnt man, die eigene Karriere zunehmend kritischer zu betrachten. Unzufriedenheit macht sich breit, und man hinterfragt zunehmend den Sinn des beruflichen Tuns. Ist das die Mid-Career-Crisis, über die seit einer Weile so viel geschrieben wird, das berufliche Gegenstück zur „klassischen“ Midlife-Crisis?

Manche Menschen zweifeln schon seit ihrem Eintritt in die Arbeitswelt an ihrer Berufswahl – bis sie es eines Tages einfach nicht mehr aushalten. Sie sind vielleicht den Weg des kleinsten Widerstands gegangen, haben sich für eine Ausbildung oder ein Studium entschieden, weil es vernünftig oder sicher schien. Oder weil die Eltern dazu rieten. Und darüber haben sie sich nie gefragt, was sie wirklich tun wollen.

Andere Menschen waren dagegen lange mit ihrem Job zufrieden, haben viel erreicht, Karriere, Geld und Status – aber dann wächst die Gewissheit, dass es so nicht weitergeht. Manchmal werde ich gefragt, wie man sich motivieren kann, um wieder Spaß an der Arbeit zu haben. Schließlich war der Job doch so lange völlig okay.

Was viele aber nicht berücksichtigen: Unsere Interessen und Werte verändern sich im Laufe unseres Lebens. Was wir mit Anfang 20 spannend und interessant finden, verliert später höchstwahrscheinlich seine Attraktivität. Und das ist auch gut so! Denn wäre es nicht schräg, wenn wir mit 50 noch genauso denken wie mit 20?

Ich mache die Erfahrung, dass jüngere Menschen oft danach streben, sich beruflich zu etablieren, Geld zu verdienen, aufzusteigen und an Status zu gewinnen. Zwischen 30 und 40 haben die meisten aber schon viel davon erreicht und umgesetzt. Jetzt geht es zunehmend darum, dass die Arbeit auch sinnvoll und  erfüllend sein soll.

Die große Frage lautet dann: Auf welches Berufsleben möchte ich zurückblicken, später, wenn ich 70 oder 80 bin? Was wird mich dann stolz und zufrieden machen? Dafür reichen die alten Antworten und Ziele nicht mehr. Man mag sich zum Beispiel nicht mehr allein an Geld, Anerkennung und Erfolg orientieren. Oder die Branche und die Produkte, für die man sich schon so lange einsetzt, interessiert einen – wenn man ehrlich mit sich ist – nicht mehr die Bohne…

Dann wird die Frage, was man wirklich tun will, immer drängender. Aber gute Antworten lassen sich so schnell nicht finden. Die Mid-Career-Crisis ist bei den meisten Menschen in erster Linie eine Sinnkrise. 

Je länger man versucht, konstruktive Sinnfragen zu verdrängen, desto größer ist die Gefahr, dass man in eine echte Krise schlittert – sich niedergeschlagen bis depressiv und resigniert fühlt, den Antrieb verliert und womöglich unter Schlafproblemen und psychogenen Krankheiten leidet.

Anstatt sich aber genug Zeit zu nehmen, um sich mit den eigenen Wünschen auseinander zu setzen, neue Optionen zu entwickeln und sich erst dann zu entscheiden, wohin die Reise gehen soll, verfallen manche Menschen in Aktionismus. Sie meinen, sofort eine Lösung zu brauchen, setzen sich gewaltig unter Druck und kommen womöglich zu dem Schluss, dass es für sie keine Alternativen gibt. Oder verschicken wahllos Bewerbungen und kommen so wahrscheinlich nur vom Regen in die Traufe.

Dabei ist eine Mid-Career-Crisis ein ganz normales Phänomen der persönlichen Reifung und Entwicklung. Sie wird nur dann zur destruktiven Krise, wenn man sich ihr nicht stellt. Wie man konstruktiv mit den Symptomen einer Mid-Career-Crisis umgeht, ist in den letzten Jahren ein immer häufigeres Coaching-Thema geworden. Daher habe ich mich damit auch in meinem Buch Kopf aus dem Sand! beschäftigt.

Mid-Career-Crisis
Mehr zur Mid-Career-Crisis lesen bei Businessinsider und  Capital.