Finger weg von Jobbörsen!

Dass viele Menschen lieber heute als morgen ihren Job hinschmeißen möchten, ist eine Binsenweisheit. Die Mehrzahl dieser Menschen leidet und grübelt – wird aber nicht wirklich aktiv. So können Jahre ins Land gehen, ohne dass etwas in Richtung echter beruflicher Veränderung geschieht. So mancher studiert aber regelmäßig Stellenangebote, als wenn hier der einzige Ausweg aus dem beruflichen Schlamassel zu finden wäre. 


Aber was finden sie dort? Im Prinzip zwei Kategorien von Jobs: Solche, die dem jetzigen ungeliebten Profil mehr oder weniger entsprechen und deshalb uninteressant sind. Und die anderen, die spannend sein könnten, für die man sich aber nicht kompetent und erfahren genug fühlt – weil man ja gar keine genaue Ahnung hat, wie es da zugeht und was dort gefordert sein könnte. Das ist ungemütlich, also besser schnell weiterlesen. Um wieder zu Jobs der ersten Kategorie kommen…

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Stellenangebote für beruflich Unschlüssige ein sicheres Mittel sind, um sich die Laune gründlich zu verderben – und den Status Quo so zu lassen, wie er nun einmal ist.

Wenn jemand weiß, was er will und sucht, kommt er natürlich an Jobbörsen nicht vorbei. Habe ich aber keine Ahnung, was ich wirklich will, sollte ich die Finger davon lassen. Um lieber die Hände in den Schoß zu legen? Nein, um meine Energie darauf zu konzentrieren herauszubekommen, wie mein neuer Job aussehen soll. 

Das bedeutet allerdings eine Menge Klärungsarbeit und Recherche. Da schaut mancher doch lieber noch mal in die Stellenanzeigen…